Ladeinfrastruktur für Mehrparteienhäuser
Interview mit Michael König, Geschäftsführer der Frequentum GmbH
Herr König, wenn ich Verwalter eines Mehrparteienhauses bin und Lademöglichkeiten für die Bewohner schaffen möchte, wie gehe ich vor?
Zunächst nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Im ersten Schritt stellen unsere Ingenieure dann den Fördermittelantrag und machen eine technische Bestandsprüfung vor Ort, wobei die Machbarkeit beurteilt wird. Anschließend erstellen wir ein Gesamtkonzept mit einer Kostenschätzung. Wir wickeln auch die komplette Angebotseinholung, zum Beispiel bei Elektrofachbetrieben vor Ort, ab. Dabei lassen sich viele Kosten sparen.
Welche Erfahrungen machen Sie bei der Umsetzung?
Wenn wir es mit einem Ansprechpartner, also einem Eigentümer oder einer Hausverwaltung, zu tun haben, ist es meistens unkompliziert. Wenn viele Interessen berücksichtigt werden müssen, wie bei einer Eigentümergemeinschaft, sind in der Regel auch viele Abstimmungsschritte erforderlich. Da ist Erfahrung von Vorteil. Seit sieben Jahren begleiten wir den gesamten Weg von A bis Z, indem wir beraten, moderieren und Hürden aus dem Weg räumen. Wenn gewünscht, stellen wir das Konzept auch bei der Eigentümerversammlung vor.
Erleben Sie eine verstärkte Nachfrage?
Ja, laut einer Studie des ADAC verfügen bisher nur etwa sieben Prozent aller Mehrfamilienhäuser über Ladeplätze. Aufgrund der aktuellen Benzinpreise, und weil E-Autos immer günstiger und derzeit zudem noch gefördert werden, suchen Wohnungsgesellschaften, Verwaltungen, Eigentümergemeinschaften und Unternehmer nach einer praktikablen Lösung. Man darf nicht vergessen: Lademöglichkeiten machen Wohnungen, Immobilien und Arbeitsplätze auch attraktiver.
Wie lange dauert es erfahrungsgemäß von der ersten Planung bis zur Fertigstellung?
Für die ersten beiden Schritte, also die Bestandsaufnahme inklusive Planung und Angebotseinholung, kann man jeweils circa zwei Monate einplanen. Dann kommt es darauf an, wie schnell Beschlüsse gefasst werden und die Fachbetriebe mit dem Bau vorankommen. Auch den Bau überwachen wir, einschließlich der Abnahme am Ende. Das Ganze kann bis zu zwei Jahre dauern.
Welche Aufgaben übernehmen die Stadtwerke Langen?
Sie liefern den Strom und organisieren die Abrechnung im laufenden Betrieb. Unser Angebot ergänzt sich sehr gut, deshalb freuen wir uns auch auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem kompetenten Team der Stadtwerke Langen.
„Gemeinsam mit der Frequentum GmbH bieten wir unseren Kunden ein Rundum-sorglos-Paket – von der Planung und Fördermittelbeantragung bis zum Bau und Betrieb.“
Marcus Steinbuch, Abteilungsleiter Vertrieb und Energiebeschaffung der Stadtwerke Langen GmbH
Fördergelder für den Aufbau von Ladeinfrastruktur an Mehrparteienhäuser
Seit dem 15. April 2026 stellt das Bundesministerium für Verkehr 500 Millionen Euro für den Aufbau von Ladeinfrastruktur an Mehrparteienhäuser zur Verfügung.
Aktuelle Informationen zur Förderung: www.laden-im-mehrparteienhaus.de

