Klimafreundliche Wärmeversorgung
Stadtwerke haben Grundstück für Rechenzentrum verkauft
Die Stadtwerke Langen sind auf dem Weg zur Kommunalen Wärmewende einen großen und wichtigen Schritt vorangekommen: Das lokale Versorgungsunternehmen hat ein rund 10.000 Quadratmeter großes Grundstück verkauft, auf dem ein Rechenzentrum entstehen wird. Nach dessen Inbetriebnahme nutzen die Stadtwerke die Abwärme des mit Ökostrom geplanten Rechenzentrums, um damit einen Großteil des lokalen Fernwärmenetzes klimafreundlich zu betreiben.
Käufer des Grundstücks im Langener Wirtschaftszentrum Neurott ist eine Projektgesellschaft der Mainova WebHouse GmbH. Der Abriss des bisherigen Gebäudes auf dem Areal ist bereits erfolgt.
„Nach langen und intensiven Verhandlungen konnten wir den Verkauf erfolgreich abschließen“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Uwe Linder. „Das Projekt ist zentraler Bestandteil der Kommunalen Wärmeplanung. Wir freuen uns, dass wir damit die Abkehr von gas- und ölbetriebenen Anlagen, also den fossilen Energieträgern, deutlich voranbringen.“
Die entstehende Abwärme des Rechenzentrums reicht im Endausbau aus, um alle bestehenden Fernwärmenetze in der Stadt und deren bisher geplante Erweiterungen nahezu komplett zu versorgen. Aktuell arbeiten die Stadtwerke daran, die bisher eigenständigen Netze miteinander zu verbinden. Auch soll kein Trink- oder Brauchwasser benötigt werden, da ein geschlossenes System zum Einsatz kommt. Die Stadtwerke werden für das Rechenzentrum kein Wasser zur Kühlung zur Verfügung stellen.
Der künftige Strombedarf des Rechenzentrums ist bei den Stadtwerken Langen eingeplant. Die Erweiterung der Anbindung an das vorgelagerte Stromnetz ist beauftragt.

