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Es ist vollbracht: Für die Versorgungssicherheit in Langen und Egelsbach steht man bei den Stadtwerken „zusamme“, nämlich in diesem Fall vor dem neuen Schalthaus West. © Nachelf

Stromversorgung in Langen und Egelsbach doppelt gesichert

Der Bau der ­neuen, sechs Kilometer langen Hauptversorgungs-Stromtrasse ist abgeschlossen. Die 20-kV-Mittelspannungstrasse verbindet den Haupteinspeisepunkt des vorgelagerten Netzbetreibers mit dem neuen Schalthaus Nordwest. Durch die neu geschaffene Ringstruktur kann die Versorgung der rund 50.000 Einwohner in Langen und Egelsbach jetzt auf mehreren Wegen erfolgen und steht damit auf Jahrzehnte hinaus auf stabilen Beinen.

„Unser Ziel war es, die Nadelöhr-Situation zu beenden und Kapazitäten für den steigenden Strombedarf in Langen und Egelsbach zu schaffen. Beides ist uns mit der Fertigstellung der neuen Stromtrasse wie geplant gelungen.“ Projektleiter Andreas Wiener und das Team der Stadtwerke Langen schließen damit ein Kapitel ab, das bereits 2020 begonnen hat. Bis zur Inbetriebnahme der neuen Stromtrasse in diesem Jahr floss der gesamte Strom, der dem Hochspannungsnetz entnommen wurde, lediglich durch eine Hauptversorgungstrasse. Jetzt sind es zwei, dadurch kann die Lastverteilung viel flexibler gesteuert und das lokale Netz deutlich besser geschützt werden. Bei einer etwaigen Störung kann die Versorgung sofort verlagert werden.

Ein langer Weg mit Happy End

Als der Strom erstmals durch die neue, sechs Kilometer lange Trasse floss, hatten nicht nur der Strom, sondern auch alle Beteiligten im wahrsten Sinn des Wortes einen langen Weg hinter sich. Bereits 2020 begannen die ersten Planungen. Am 13. Juni 2024 wurde in einem festlichen Akt der Grundstein für das neue Schalthaus Nordwest in der Siemensstraße gelegt. Der Aufbau des zweigeschossigen Gebäudes mit bis zu 40 Tonnen schweren Modulen per Spezialkran war spektakulär. Im Februar 2025 begann dann der Bau der Stromtrasse vom Haupteinspeisepunkt des vorgelagerten Netzbetreibers zum Schalthaus. Insgesamt wurden Kabel mit einer Gesamtlänge von über 30 km verlegt, dafür wurden rund 5.000 Kubikmeter Erdreich ausgehoben, Querungen von Straßen und einer Bahntrasse mit unterirdischen Bohrungen bewältigt.

„Eine der größten Herausforderungen während des Projekts war die Beschaffung der Materialien. Schalthaus, Kabel, Trafomodule – das alles ist nicht auf Knopfdruck verfügbar, schließlich wird die Energiewende auch woanders umgesetzt. Deshalb haben wir die einzelnen Bau- und Montagephasen weit im Voraus sehr sorgfältig geplant. Im Nachhinein hat alles sehr gut funktioniert. Deshalb ein großer Dank an alle Beteiligten, aber auch an die Anwohner und Bürger für ihre Geduld. Trotz minutiöser Planung lassen sich bei solch massiven Vorhaben kurzzeitige Einschränkungen nicht immer ganz vermeiden“, so Wiener.

Nach der Trasse ist vor der Trasse

Neben dem Abteilungsleiter Stromversorgung, Andreas Wiener, hat ein Team von zehn Stadtwerke-Mitarbeitern an dem Projekt mitgewirkt: in der Planung, in der Bauleitung und bei der Montage vor Ort. Doch Ausruhen ist nicht angesagt. Denn das übergeordnete Ziel ist und bleibt die verlässliche Versorgung von Langen und Egelsbach mit Energie. Um dem energetischen Appetit einer wachsenden Region immer ein Stück voraus zu bleiben, gilt es, mit Weitsicht zu planen und die Augen offenzuhalten. „Das war erst der Anfang“, so Wiener. „Die Planungen für weitere Trassen und Schalthäuser haben bereits begonnen.“

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