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Mehrere Kinder in bunter Kleidung stehen an einer Haltestelle und steigen in einen roten und grünen Schulbus ein, während ein Erwachsener ihnen beim Einsteigen hilft.
Aktion „Sicherer Schulbus“ als Beitrag zur Verkehrserziehung 1992/1993 © : s. Buch „Viel mehr als Energie“ von Thomas Bauer

Der Umwelt zuliebe mit dem Omnibus

1958 übernahmen die Stadtwerke Langen den Omnibusbetrieb von der Deutschen Bahn. Ziel war es, den öffentlichen Nahverkehr so zu organisieren, dass er den Bürgern zuverlässige und günstige Mobilität ermöglichte. Im Laufe der kommenden Jahrzehnte wurde der Betrieb immer wieder den Bedürfnissen angepasst.

Die Betriebssatzung des Jahres 1958 erwähnt den neu integrierten Omnibusbetrieb ausdrücklich: „Zweck des Eigenbetriebs der Stadtwerke ist die Versorgung der Bevölkerung der Stadt Langen mit Strom, Gas, Wasser und die Sicherstellung des Bade- und Omnibusbetriebs.“ Obwohl das Angebot gut genutzt wurde und eine erschwingliche Alternative zum Individualverkehr bot – ein Einzelfahrschein kostete 25 Pfennig –, kam der Busbetrieb nie auf einen grünen Zweig. Trotzdem war er für die innerstädtische Verkehrserschließung in Langen unentbehrlich. Allein 1965 beförderten die Stadtbusse 520.000 Fahrgäste.

1988 – Geräusch- und abgasarme „Flüsterbusse“ 

Der Omnibusbetrieb nahm in den späten 1980er Jahren einen besonderen Stellenwert ein. Die Stadtwerke sahen es als ihre Pflicht, im Dienst des Umweltschutzes einen leistungsfähigen Stadtbusverkehr zu gewährleisten und dafür auch ein finanzielles Defizit in Kauf zu nehmen. In der Folge wurden vier geräusch- und abgasarme Linienbusse eingesetzt, die mit dem Slogan „Der Umwelt zuliebe!“ Fahrgäste durch Langen transportierten. Durch zahlreiche Neuerungen stieg die Zahl der „Beförderungsfälle“ 1991 um neun Prozent. Der Preis für ein Einzelticket erhöhte sich 1993 um 30 Pfennig auf 1,50 DM. 

Eine Frau in einem braunen Hosen-Anzug sitzt entspannt auf einem unsichtbaren Sitz und hält eine Zeitung, begleitet von Texten, die einen bequemen Arbeitsweg mit dem Gewerbebus ab dem 17. September 1990 bewerben.
Werbung für die Stadtbusse der Stadtwerke Langen, 1990

1997 – Busverkehr im S-Bahn-Takt

Im Rahmen eines neuen Verkehrskonzeptes wurde der Fahrplan der Langener Stadtbusse 1997 mit dem Takt der S-Bahnen vernetzt, wodurch optimale Umsteigemöglichkeiten ohne lange Wartezeiten gewährleistet werden konnten. Die Zahl der Beförderungsfälle stieg innerhalb eines Jahres um zehn Prozent. Dieser erfreuliche Zuwachs änderte jedoch nichts an der Tatsache, dass jeder Beförderungsfall gleichzeitig mit 1,70 DM Mark bezuschusst werden musste. Ein erfreulicher Meilenstein für den Ausbau des digitalen Stadtwerkeangebots: Seit dem 1. Oktober 1998 sind Fahrplanauskünfte im Internet abrufbar.

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