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Eine Frau mit schulterlangen, blonden Haaren und karierter Bluse hält in einer modernen Küche ein Glas Wasser hoch.
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Wasserhärte – Unterschiede in den ­Ortsteilen

Wie ist es möglich, fragen sich aufmerksame Bürgerinnen und Bürger, dass die Wasserhärte beziehungsweise der Kalkgehalt des Trinkwassers in Egelsbach und im östlichen Teil von Langen anders ist als im westlichen? 

Matthias Döring, Gruppenleiter Wassergewinnung bei den Stadtwerken Langen, hat darauf eine einfache und einleuchtende Antwort: „Schwankungen im Härtegrad des Trinkwassers sind grundsätzlich nichts Besonderes. Die Ursache für die unterschiedliche Wasserhärte in den Ortsteilen von Langen rührt daher, dass das Trinkwasser aus unterschiedlichen Bezugs­quellen stammt.“

Eigenwasser aus dem Langener Wald und Hessenwasser

Das Wasser im westlichen Einzugsgebiet wird hauptsächlich aus neun Brunnen im Langener Wald mit einer Tiefe von bis zu 130 Metern gefördert. Die Menge reicht aber nicht aus, um das ganze Versorgungsgebiet damit zu beliefern, und deshalb wird das restliche Trinkwasser beim Zweckverband Wasserversorgung Stadt und Kreis Offenbach (ZWO) zugekauft. Der ZWO wiederum bezieht sein Trinkwasser seit letztem Sommer bei „Hessenwasser“ aus Richtung Darmstadt. „Hessenwasser“ versorgt insgesamt 2,4 Millionen Menschen in der Rhein-Main-Region mit Trinkwasser höchster Güte. Allerdings, und das ist der Grund für die Wahrnehmung eines Unterschieds, enthält das Trinkwasser von „Hessenwasser“ mehr Calcium und Magnesium als das aus dem Langener Wald. Ausschlaggebend für die Wasserhärte – oder umgangssprachlich den Kalkgehalt – ist, durch welche Bodenschichten das Wasser versickert, das später unser Trinkwasser wird. In manchen Gesteinsschichten nimmt es mehr Mineralstoffe, Salze und Spurenelemente auf als in anderen.

Höhere Wasserhärte ist natürlich und gesundheitlich völlig unbedenklich

Mit Verschiebung der Wasserlieferung vom „Zweckverband Stadt- und Kreis Offenbach“ zu „Hessenwasser“ ist für viele Kunden in Egelsbach und im Osten Langens auch ein anderer Härtegrad unmittelbar spür- und sichtbar geworden. Jeder kennt die Ablagerungen im Wasserkocher, in der Dusche, am Wasserhahn. Die sind lästig, aber durch regelmäßige Reinigung oder mit einer Enthärtungsanlage kann man ihnen entgegenwirken. Entscheidend für uns als Trinkwasserversorger ist, dass ein höherer Calcium- und Magnesiumgehalt für das körperliche Wohlbefinden unproblematisch ist; im Gegenteil, die meisten Mineralwasserbrunnen haben einen wesentlich höheren Gehalt und die Betreiber machen sogar Werbung damit“, sagt Matthias Döring und empfiehlt allen, die die hausgenauen Werte an ihrem Wohnort einsehen möchten, das „Wasserportal“ zu nutzen.  

Tipp: Enthärtungsanlage am Haus

Wenn die Ablagerungen in Rohren, Heizung, Wasch- und Spülmaschine, Dusche und Armaturen als zu störend empfunden werden, empfiehlt sich eine zentrale Enthärtungsanlage, die direkt nach dem Wasserzähler eingebaut wird. Die Anlage entfernt oder reduziert Calcium und Magnesiumionen aus dem Wasser, welche für die Wasserhärte verantwortlich sind.

Wässerhärte am eigenen Standort einsehen

Hausgenau können die aktuellen Wasseranalysen auf unserer Website eingesehen werden. Gehen Sie dazu auf der Trinkwasserseite auf ­„Wasserportal“. Von dort gelangen Sie zu einem Anmeldefenster des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Hier können Sie in der „Suche“ die gewünschte Adresse eingeben, um sich die passende Trinkwasseranalyse anzeigen zu lassen.

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