Der Umwelt zuliebe mit dem Omnibus
Die Betriebssatzung des Jahres 1958 erwähnt den neu integrierten Omnibusbetrieb ausdrücklich: „Zweck des Eigenbetriebs der Stadtwerke ist die Versorgung der Bevölkerung der Stadt Langen mit Strom, Gas, Wasser und die Sicherstellung des Bade- und Omnibusbetriebs.“ Obwohl das Angebot gut genutzt wurde und eine erschwingliche Alternative zum Individualverkehr bot – ein Einzelfahrschein kostete 25 Pfennig –, kam der Busbetrieb nie auf einen grünen Zweig. Trotzdem war er für die innerstädtische Verkehrserschließung in Langen unentbehrlich. Allein 1965 beförderten die Stadtbusse 520.000 Fahrgäste.
1988 – Geräusch- und abgasarme „Flüsterbusse“
Der Omnibusbetrieb nahm in den späten 1980er Jahren einen besonderen Stellenwert ein. Die Stadtwerke sahen es als ihre Pflicht, im Dienst des Umweltschutzes einen leistungsfähigen Stadtbusverkehr zu gewährleisten und dafür auch ein finanzielles Defizit in Kauf zu nehmen. In der Folge wurden vier geräusch- und abgasarme Linienbusse eingesetzt, die mit dem Slogan „Der Umwelt zuliebe!“ Fahrgäste durch Langen transportierten. Durch zahlreiche Neuerungen stieg die Zahl der „Beförderungsfälle“ 1991 um neun Prozent. Der Preis für ein Einzelticket erhöhte sich 1993 um 30 Pfennig auf 1,50 DM.

1997 – Busverkehr im S-Bahn-Takt
Im Rahmen eines neuen Verkehrskonzeptes wurde der Fahrplan der Langener Stadtbusse 1997 mit dem Takt der S-Bahnen vernetzt, wodurch optimale Umsteigemöglichkeiten ohne lange Wartezeiten gewährleistet werden konnten. Die Zahl der Beförderungsfälle stieg innerhalb eines Jahres um zehn Prozent. Dieser erfreuliche Zuwachs änderte jedoch nichts an der Tatsache, dass jeder Beförderungsfall gleichzeitig mit 1,70 DM Mark bezuschusst werden musste. Ein erfreulicher Meilenstein für den Ausbau des digitalen Stadtwerkeangebots: Seit dem 1. Oktober 1998 sind Fahrplanauskünfte im Internet abrufbar.

