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Im Stadtwerke-Turm tut sich einiges. Der Umbau der Etagen in eine offene und moderne Arbeitsumgebung schreitet zügig voran. © Manuel Hauptmannl, iStock.com/ Ziga Plahutar

Zeit für Veränderungen

Mit großen Schritten in die Gegenwart

Im Stadtwerke-Turm an der Weserstraße 14 herrscht seit einigen Monaten reges Treiben. Es wird umgebaut! Etagenweise weicht der 90er-Jahre-Stil einer modernen und offenen Büroumgebung, die besser zum Arbeitgeber Stadtwerke Langen passt.

Wer kennt es nicht aus den eigenen vier Wänden: Irgendwann ist einfach Zeit für einen frischen Anstrich. Und oft folgt dem auch mehr: Wo kürzlich verstaubte Teppiche lagen, wird neuer Boden verlegt. Alte Möbel machen Platz für neue Einrichtungsgegenstände. Das Innere der Räume entwickelt sich mit dem Zeitgeist weiter.

In diesem Sinne wird bei den Stadtwerken gehämmert, gebohrt und gesägt. Hier werden Wände eingerissen oder neue gestellt, dort Kabel und Rohre verlegt. „Seit den 90er-Jahren hat sich im Innenleben unseres markanten Turms nicht viel getan. Viel Grau, kleine Büroräume und eine zweckmäßige Teeküche – all das entspricht nicht mehr dem Arbeiten von heute“, so Christian Weber, Prokurist und Bereichsleiter Vertrieb und Kundenservice. Ein moderner Arbeitgeber benötigt eine ebenso moderne Arbeitsumgebung, in der sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wohlfühlen und gerne ins Büro kommen.

christain weber

„Wir sind in jeder Hinsicht ein moderner Arbeitgeber. Da war es höchste Zeit, auch räumlich nachzuziehen.“

Christian Weber, Prokurist und Bereichsleiter Vertrieb und Kundenservice

Viele Extras für Angestellte

„Von unserer Organisation und den Arbeitgeberleistungen her sind wir längst im Hier und Jetzt gelandet. So erhält jeder Mitarbeiter ein eigenes Smartphone, Energiegeld sowie einen Zuschuss zu Kinderbetreuungskosten“, so Weber. Betriebliche Altersvorsorge und Gesundheitsförderung, flexible Arbeitszeiten, ein tarifliches Gehalt und vermögenswirksame Leistungen sowie die Möglichkeiten zur Weiterbildung sind hier selbstverständlich. Eine eigene Kantine sorgt zudem für gute Verpflegung, und regelmäßige Mitarbeiterevents zur Förderung des Teamgeists gehören ebenso dazu wie das Jobticket für öffentliche Verkehrsmittel. Höchste Zeit also, auch räumlich nachzuziehen und die Büros ebenso attraktiv zu gestalten.

Ein überzeugendes Konzept

Fachkompetenz im eigenen Haus: Im 6. OG haben die Kommunalen Betriebe Langen mit ihren Abteilungen für Technisches Facility Management und Entwässerung und Tiefbau ihren Sitz. Durch die Unterstützung der eigenen Architekten und Ingenieure werden Bauprojekte in Langen realisiert; so auch nun im Gebäude der Stadtwerke.

„Neben einem neuen Raumkonzept wurde auch ein frisches Farbkonzept für die Etagen entwickelt“, berichtet Dipl.-Ing. Annika Perkovic, Architektin für Sonderbaumaßnahmen, aus der Abteilung des Technischen Facility-Managements bei den Kommunalen Betrieben Langen (KBL). Sie hat das Projekt im Auftrag der Stadtwerke federführend geleitet. So steht das Blau für die Stadtwerke, das Petrol für die Kommunalen Betriebe. Die anderen Töne haben sich aus den Farbpaletten und Mitarbeiterwünschen aus dem Arbeitskreis zum Umbau ergeben. „Nun geht die Aufzugtür auf und ich weiß sofort, in welchem Stockwerk ich bin“, so Perkovic.

Den Anfang machten das dritte und vierte Obergeschoss, die im Januar 2024 fertiggestellt wurden. „Zweimal rund 350 Quadratmeter in einer Bauzeit von nur vier Monaten umzugestalten war eine Herausforderung und erforderte einen reibungslosen Ablauf“, berichtet die Architektin, die seit November 2022 bei den KBL beschäftigt ist und mit dem Umbau direkt ein großes Projekt auf den Schreibtisch bekam. Nach und nach werden auch die weiteren Geschosse im Haus modernisiert.

Offen, klar und freundlich

Leitideen waren vor allem ein Shared-Desk-Konzept, Open Spaces und hybrides Arbeiten. „All dies sollte so gestaltet sein, dass sich jeder Mitarbeiter in seinen Bedürfnissen wiederfindet. Wer gern einen festen Arbeitsplatz hat, der sollte diesen bekommen. Wer lieber flexibel und mobil sein möchte und mit dem Laptop auch mal im großzügigen neuen Sozialbereich mit Küche und Aufenthaltsraum sitzen will, der sollte dazu ebenfalls die Möglichkeit haben“, erläutert Weber das Konzept.

perkovic annika

„Rein räumlich betrachtet, wollten wir durch den Einsatz von Glaswänden Transparenz, Offenheit und lichtdurchflutete Bereiche schaffen. Die Kombination von Glaswänden und textilen Vorhängen sorgen im Bedarfsfall für die nötige Privatsphäre, in der Gespräche persönlich und unbeobachtet stattfinden können“

Dipl.-Ing. Annika Perkovic, Architektin für Sonderbaumaßnahmen bei den Kommunalen Betrieben Langen

Digitalisierung hält Einzug

Auch die IT wurde zum Teil modernisiert. „So haben wir auf Microsoft-Teams-Telefonie umgestellt und in diesem Zuge die telefonischen Warteschleifen der Stadtwerke überarbeitet, sodass Kunden schneller zum Ziel kommen“, erläutert Weber. Ein positiver Nebeneffekt vom Homeoffice sei, dass die räumliche Entfernung zum Drucker in der Firma der Digitalisierung einen Schub gegeben hat, berichtet er weiter: „Es mussten neue Lösungen gefunden werden, sich Dokumente zukommen zu lassen. Das freut uns, da wir perspektivisch ein papierloses Büro anstreben.“

Koordination und Überblick gefragt

Insgesamt sind während der Bauphase rund zwölf verschiedene Gewerke teils parallel im Einsatz – und das im laufenden Betrieb. „Damit unsere ambitionierten Zeitpläne eingehalten werden, ist vor allem eine detaillierte Organisation erforderlich. Wir haben möglichst mit regionalen Partnern aus dem Handwerk zusammengearbeitet, die das Gebäude kennen“, so Perkovic, die den Umbau im Bestand ein bisschen mit einer Operation am offenen Herzen vergleicht: „Es kommen Überraschungen zutage, mit denen man nicht rechnet: Hinter einer Trockenbauwand fand sich jede Menge alter Schutt – und eine noch halbvolle Flasche Coca-Cola aus den 90ern.“

„Der etagenweise Umbau eines Firmengebäudes ist mehr als nur eine Renovierung – es ist eine Reise, auf der sich Vergangenheit und Zukunft begegnen. Es ist eine Geschichte von Innovation und Wandel, die zeigt, dass auch inmitten von Baustaub und Gerüststangen die Seele eines Unternehmens weiterlebt“, sagt Dipl.-Ing. Uwe Linder, Geschäftsführer der Stadtwerke Langen.

Das zur Verfügung stehende Budget ist sehr wichtig: Wo Wände noch gut sind oder Möbel top in Schuss, werden diese möglichst weiterverwendet. „Uns war wichtig, effizient zu arbeiten“, betont Perkovic, die die nächsten Bauphasen schon im Blick hat. Einzig der siebte Stock hatte vor einiger Zeit schon neue Böden und einen frischen Anstrich erhalten. Dieser Stock und auch die Kantine im achten Stock bleiben fürs Erste beim Alten. 

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